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Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022

Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften, die es nur ohne einen flächendeckenden Pestizideinsatz geben kann. Der Nahrungsmangel ist deshalb einer der wichtigsten Faktoren für seine Seltenheit. In Hessen kommt der Wiedehopf mit wenigen Ausnahmen als Brutvogel nur südlich der Mainlinie vor. Er nistet vorzugsweise in Sandgebieten, am Rand lockerer Kiefernwälder und auf Streuobstwiesen in den Landkreisen Bergstraße, Darmstadt und Groß-Gerau. Hier kümmert sich der NABU um den Schutz dieses außergewöhnlichen Vogels. Um dem Wiedehopf zu helfen, pflegt der NABU geeignete Lebensräume wie Streuobstwiesen, insektenreiches Offenland, Weiden und lichte Wälder. Außerdem werden auch speziell auf den Wiedehopf abgestimmte Nistmöglichkeiten angebracht. Der Wiedehopf brütet sowohl in natürlichen Baumhöhlen und Spechthöhlen als auch in Halbhöhlen und Höhlungen unter Wurzeln oder in Erdhöhlen. Auch mit dem Erwerb von wertvollen Schutzgebieten trägt der NABU zu einem dauerhaften Wiedehopf-Schutz bei. Inzwischen werden auch erste Erfolge der Schutzmaßnahmen sichtbar. In den beiden letzten Jahren hat sich der hessische Brutbestand auf inzwischen 30 bis 35 Paare gesteigert.

Weitere Informationen unter:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/wahl-2022/30667.html

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